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Steak braten,ohne zu raten

Welches Stück, welche Kerntemperatur, wie lange ruhen. Alles, was wir unseren Kundinnen und Kunden an der Theke in Salzburg-Maxglan erzählen – hier zum Nachlesen. Kurz gehalten: nur das, was Sie wirklich brauchen.

Alle Teile, die wir führen

Suchen Sie sich Ihr Stück

Dieselbe Übersicht hängt bei uns im Geschäft. Tippen Sie ein Stück an – wo eine Anleitung fertig ist, öffnet sich ein Fenster.

Übersicht aller Rinderteilstücke, die BEEF & MORE führt – von Short Ribs und Tomahawk über T-Bone, Porterhouse und Rib-Eye bis Fledermaus, Nierenzapfen und Bürgermeisterstück

Ein goldener Punkt heißt: Anleitung vorhanden. Die übrigen schreiben wir Stück für Stück dazu.

Die Garstufen

Die Kerntemperatur entscheidet,nicht die Uhr

Kerntemperatur beim Servieren, also nach dem Ruhen. Die Minuten gelten für ein Steak von etwa zwei Zentimetern bei sehr hoher Hitze.
GarstufeKern Pro SeiteSo sieht es aus
Blue rare43 °C1 mininnen fast roh, nur außen Kruste
Rare49 °C1½ minKern rot, saftig
Medium rare54 °C2 minrosaroter Kern – für die meisten Stücke das Beste
Medium60 °C3 mindurchgehend rosa
Medium well66 °C4 minnur noch ein rosa Hauch
Well done74 °C5 mindurch

Früher herausnehmen als Sie denken. Das Steak gart nach. Nehmen Sie es 2 bis 5 Grad vor der Zieltemperatur vom Feuer – bei dicken Stücken wie Tomahawk oder T-Bone bis zu 8 Grad früher.

Dicker als zwei Zentimeter? Je halbem Zentimeter mehr rechnen Sie etwa eine halbe bis eine Minute pro Seite dazu. Ab 3,5 Zentimetern wechseln Sie die Methode: kräftig anbraten, dann bei 100 bis 150 Grad im Ofen oder in der indirekten Zone fertig ziehen. Ab fünf Zentimetern umgekehrt – erst langsam ziehen, zum Schluss scharf angrillen.

Ein Thermometer ist die beste Anschaffung für jeden, der gern Fleisch macht. Mittig an der dicksten Stelle einstechen, Abstand zum Knochen halten – Knochen leitet die Wärme anders und zeigt falsch an.

Für wen das Rosa nicht gilt

Schwangere, kleine Kinder, ältere und immungeschwächte Menschen essen Rindfleisch besser durchgegart: im Kern mindestens 70 Grad, zwei Minuten lang gehalten. Faschiertes gehört immer durchgegart – egal für wen.

Vor dem Braten

Das meiste entscheidet sich,bevor die Pfanne heiß ist

Beim Kauf
Kräftig dunkelrot, bei gut gereiftem Fleisch auch leicht bräunlich. Das Fett hell und fest. Lassen Sie sich dick schneiden – drei bis vier Zentimeter. Ein dünnes Steak ist durch, bevor es außen Kruste hat.
Das Fett bleibt dran
Die feine Marmorierung im Muskel macht das Steak saftig, der Fettrand schützt vor dem Austrocknen. Wer es magerer mag, schneidet das Fett nach dem Braten weg, nicht davor.
Zuhause lagern
Im kältesten Fach bei 0 bis 4 Grad, ausgepackt und abgedeckt auf einem Gitter oder in einem dichten Gefäß. Ausgepacktes Fleisch innerhalb von etwa drei Tagen zubereiten. Vakuumiertes nach dem aufgedruckten Datum.
Nicht waschen
Nur trocken tupfen. Waschen verteilt Keime in der Küche und bringt nichts.
Aus dem Kühlschrank
Etwa eine halbe Stunde vorher, bei dicken Stücken bis zu einer Stunde. Nicht länger als zwei Stunden. Der Gewinn ist die trockene Oberfläche für die Kruste – durchgewärmt wird der Kern in dieser Zeit ohnehin nicht, das haben Messungen widerlegt.
Ruhen lassen
Dünne Stücke zwei bis fünf Minuten, ein Steak von drei Zentimetern fünf Minuten, dicke Stücke acht bis zehn. Locker abdecken, nicht fest einwickeln – sonst weicht die Kruste auf.

Die Klassiker

Die Stücke,eines nach dem anderen

Oben die vier Klassiker, darunter die Stücke, die kaum jemand erklärt. Alle Angaben sind Richtwerte – entscheidend ist die Kerntemperatur, nicht die Uhr.

Rib-Eye

Österreichisch: Rostbraten · englisch: Rib Eye · das Stück mit dem Fettauge

Wo es sitzt
Der Kern des Rostbratens, vorderer Rücken zwischen siebter und dreizehnter Rippe. Das Fettauge in der Mitte ist sein Erkennungszeichen.
Beim Kauf
Drei bis vier Zentimeter dick, deutlich marmoriert, Fettauge dran. Es ist stärker marmoriert als die Beiried und dadurch nachsichtiger.
Pfanne oder Grill
Beides. Kräftig anbraten, dann bei 80 bis 120 Grad fertig ziehen. Ab vier Zentimetern anbraten und indirekt zu Ende garen.
Garstufe
Medium rare bis medium, also 54 bis 60 Grad. Das Fett schützt vor dem Austrocknen – ein Rib-Eye verzeiht eine Unachtsamkeit.
Ruhen
Fünf Minuten bei drei Zentimetern.

Der häufigste FehlerDas Fettauge vor dem Braten wegschneiden. Es trägt den Geschmack. Wer mager essen will, entfernt es hinterher.

Rumpsteak

Österreichisch: Beiried · englisch: Striploin, New York Strip · das mit dem Fettrand

Wo es sitzt
Scheiben aus dem Roastbeef, dem Rücken zwischen Knöpfel und Rostbraten. Der Fettrand an einer Seite gehört dazu.
Beim Kauf
Mindestens zweieinhalb, besser drei bis vier Zentimeter. Auf die Reifung achten: Das Rumpsteak ist das Stück, das zäh wird, wenn zu kurz gereift wurde. Vierzehn Tage sind optimal.
Vor dem Braten
Den Fettrand alle etwa ein Zentimeter einschneiden – nur ins Fett, nicht ins Fleisch. Sonst wölbt sich das Steak in der Pfanne und gart ungleichmäßig.
Garstufe
Medium rare bis medium, 54 bis 60 Grad.
Ruhen
Drei bis fünf Minuten.

Der häufigste FehlerDen Fettrand wegschneiden oder nicht einschneiden. Dann wölbt sich das Steak, und nur noch die Mitte berührt die Pfanne.

Filet

Österreichisch: Lungenbraten · englisch: Tenderloin · das zarteste Stück

Wo es sitzt
An der Innenseite unter der Beiried. Der Muskel wird kaum beansprucht und ist deshalb am zartesten – er macht nur etwa zwei Prozent des Tieres aus.
Beim Kauf
Aus dem Mittelteil: Filet Mignon etwa drei Zentimeter, ein klassisches Filetsteak bis fünf. Mager, fein, im Aroma milder als Rib-Eye oder Beiried.
Pfanne oder Grill
Nur kurze Garprozesse. Heiß anbraten, dann zügig auf den Punkt bringen.
Garstufe
Medium rare, also 54 Grad. Nie über medium – selbst ein Filet verträgt kein well done.
Ruhen
Fünf Minuten.

Der häufigste FehlerÜbergaren. Dem Filet fehlt das Fett, das Fehler verzeiht – es wird trocken und fade, und dann ist das schönste Stück vom Rind verschenkt.

Huftsteak

Österreichisch: aus dem Hüferscherzel · englisch: Rump · mager und kräftig

Wo es sitzt
Aus Hüferscherzel und Hüftzapfen, also der Keule. Nicht zu verwechseln mit dem Hüferschwanzel – das ist das Bürgermeisterstück.
Beim Kauf
Zwei bis drei Zentimeter. Sehr mager, kaum Fettrand, nur feine Marmorierung. Gut gereift steht es einem Filetsteak oft um nichts nach, ist aber kräftiger im Aroma.
Pfanne oder Grill
Heiß anbraten, dann bei 100 bis 120 Grad fünf bis zehn Minuten ziehen lassen.
Garstufe
Medium rare, 54 Grad. Obergrenze medium. Über 58 Grad wird es trocken – wenn ein Huftsteak zäh ist, liegt es fast immer daran.
Ruhen
Fünf Minuten.

Der häufigste FehlerEs wie ein Rib-Eye behandeln. Dem Huftsteak fehlt das Fett – es braucht einen früheren Garpunkt, nicht mehr Zeit.

Nierenzapfen

Österreichisch: Herzzapfen · französisch: Onglet · englisch: Hanging Tender

Wo es sitzt
Der Zwerchfellpfeiler, in der Bauchhöhle zwischen Filet und Rippen. Es gibt ihn nur einmal pro Tier – in vielen Betrieben landet er im Faschierten.
Wie er schmeckt
Kräftig und mineralisch, mit einer feinen Lebernote. Grobfaserig, aber zart.
Beim Kauf
Lassen Sie Silberhaut und Mittelsehne herausnehmen. Die Stränge sind etwa zweieinhalb Zentimeter dick.
Pfanne oder Grill
Trocken tupfen, scharf anbraten, dann bei indirekter Hitze ziehen lassen.
Garstufe
Medium rare, 54 Grad. Höchstens 58 bis 60 – darüber wird er fest und schmeckt leberartig.
Ruhen
Fünf Minuten.
Aufschneiden
Quer zur Faser, dünn, schräg im 45-Grad-Winkel.

Der häufigste FehlerDie Mittelsehne nicht herausschneiden – dann bleibt das Stück zäh, egal wie gut Sie braten. Und nicht über 60 Grad gehen.

Kronfleisch

Auch Saumfleisch · englisch: Skirt · französisch: Hampe

Wo es sitzt
Das Zwerchfell, der flache Muskel rund um den Rippenbogen. Der Nierenzapfen ist das Lendenteil davon, das Kronfleisch der Rest.
Gut zu wissen
In Österreich kann „Kronfleisch“ auch den Herzzapfen mit einschließen. Sagen Sie beim Kauf dazu, welches Sie meinen – wir wissen dann, was Sie vorhaben.
Woher es kommt
Früher war Kronfleisch Siede- und Suppenfleisch. Als kurzgebratenes Skirt Steak ist es die moderne Verwendung.
Beim Kauf
Pariert, ein bis zwei Zentimeter dick. Das Zwerchfell kann über einen Meter lang sein, Sie bekommen es portioniert.
Pfanne oder Grill
Sehr heiß und sehr kurz: etwa zwei Minuten pro Seite bei 250 bis 300 Grad. Marinade verträgt es, pur ist es auch gut.
Garstufe
Rare bis medium rare, 49 bis 54 Grad. Darüber wird es zäh.
Ruhen
Zwei bis fünf Minuten.
Aufschneiden
Quer zur Faser, dünn.

Der häufigste FehlerMit der Faser schneiden. Bei diesem Stück ist das kein Schönheitsfehler, sondern der Unterschied zwischen zart und zäh.

Flank Steak

Österreichisch: Bauchlappen, Lappensteak · französisch: Bavette

Wo es sitzt
Der magere Teil der Dünnung, also des Bauchlappens. Ein ganzes Stück wiegt 800 bis 1000 Gramm.
Wie es ist
Sehr lange Fasern, etwa sieben bis acht Prozent Fett, kräftig im Geschmack.
Beim Kauf
Zwei bis drei Zentimeter. Gut gereift kaufen – oder marinieren.
Pfanne oder Grill
Beidseitig sehr heiß anbraten, dann bei 80 bis 120 Grad bis zur Zieltemperatur ziehen lassen.
Garstufe
Nur medium rare, 54 Grad. Nicht darüber – sonst wird es trocken und zäh.
Ruhen
Fünf Minuten.
Aufschneiden
Quer zur Faser. Das ist hier Pflicht, keine Empfehlung.

Der häufigste FehlerMit der Faser schneiden. Bei den langen Fasern des Flank Steaks ist das der eine Fehler, der alles verdirbt.

Bürgermeisterstück

Österreichisch: Hüferschwanzel · englisch: Tri-Tip · auch Pastorenstück

Wo es sitzt
Oberhalb der Kugel in der Keule, dreieckig geschnitten. Der Name kommt daher, dass das feine Stück früher den wichtigen Leuten im Dorf vorbehalten war.
Wie es ist
Fast nur Muskelfleisch, kurzfaserig, saftig. Sehr begehrt – am besten vorbestellen.
Beim Kauf
Ganz, etwa ein Kilo bei dreieinhalb Zentimetern. Oder als Steaks mit Fettdeckel. Die Fettabdeckung bleibt dran, sie schützt das magere Fleisch.
Pfanne oder Grill
Im Ganzen: acht bis zehn Minuten direkt anbraten, dann 15 bis 20 Minuten indirekt. Die dünne Spitze von der direkten Hitze fernhalten.
Garstufe
Medium rare, 54 Grad. Nicht über 60 – darüber verliert es die Zartheit.
Ruhen
Fünf bis zehn Minuten.
Aufschneiden
In feine Tranchen. Vorher den Faserverlauf ansehen, er wechselt im Stück.

Der häufigste FehlerDas Fett wegschneiden. Das Fleisch ist mager – ohne die Fettabdeckung trocknet es aus.

Tafelspitz und Picanha

Deutsch: Hüftdeckel · mit Fettdeckel heißt er Picanha

Wo es sitzt
Im Knöpfel, dem Hüferscherzel anliegend, mit einem schmalen Fettrand. In Wien ist der Tafelspitz der Klassiker zum Sieden.
Der Unterschied
Derselbe Muskel: mit Fettdeckel heißt er Picanha und kommt auf den Grill, ohne Fettdeckel ist es der klassische Tafelspitz zum Sieden.
Beim Kauf
Den Fettdeckel dranlassen, wenn Sie grillen wollen. Als Scheiben von vier bis fünf Zentimetern oder im Ganzen.
Pfanne oder Grill
Den Fettdeckel kreuzweise einritzen, nur ins Fett. Indirekt garen, zum Schluss die Fettseite scharf angrillen.
Garstufe
Medium rare, etwa 54 Grad. Höchstens 60.
Ruhen
Fünf bis zehn Minuten, je nach Größe.
Aufschneiden
Die Faser dreht sich im Muskel – beim Tranchieren darauf achten.

Der häufigste FehlerDen Fettdeckel entfernen. Für den gesottenen Tafelspitz ist das üblich, für den Grill ruiniert es das Stück.

Flat Iron

Aus dem Schulterscherzel · die Form gab ihm den Namen

Wo es sitzt
Im Schulterscherzel, entlang der kräftigen Sehne geschnitten. Dabei entstehen zwei flache Stücke in Bügeleisenform.
Gut zu wissen
Der Teil oberhalb der Sehne ist der zartere. Das ganze Schulterscherzel ist übrigens ein Wiener Siedefleisch-Klassiker.
Beim Kauf
Mit herausgelöster Sehne. Rechnen Sie mindestens 200 Gramm pro Portion. Lange Reifung braucht dieses Stück nicht.
Pfanne oder Grill
Heiß anbraten, dann in Ruhe fertig ziehen. Nur Salz, mehr braucht es nicht.
Garstufe
Nie über medium rare, etwa 49 bis 54 Grad. Darüber wird es fest im Biss.
Ruhen
Fünf Minuten.
Aufschneiden
Quer zur Faser, in dünne Tranchen.

Der häufigste FehlerÜber medium rare garen oder mit der Faser schneiden. Beides macht aus einem zarten Stück ein festes.

Metzgerstück

Teres major · auch Petit Tender oder flaches Filet

Wo es sitzt
Ein kleiner, länglicher Muskel aus dem hinteren Teil der Schulter. Filetähnlich, zart, marmoriert und kräftiger im Geschmack als das Filet.
Woher der Name
Die Metzger haben es früher für sich behalten.
Nicht verwechseln
Das Metzgerstück ist nicht das Falsche Filet. Und „Schulterfilet“ meint je nach Betrieb etwas anderes – fragen Sie bei uns nach, wir zeigen es Ihnen.
Beim Kauf
Portionen von 300 bis 350 Gramm.
Pfanne oder Grill
Ganz oder als Medaillons. Rundum zwei bis drei Minuten scharf, dann indirekt ziehen lassen.
Garstufe
Medium rare bis medium, 54 bis 60 Grad.
Ruhen
Fünf bis zehn Minuten, locker abgedeckt.
Aufschneiden
Quer zur Faser.

Der häufigste FehlerMit der Faser schneiden. Und beim Kauf das Falsche Filet erwischen – das ist deutlich robuster und langfaseriger.

Fledermaus

Auch Schalblattel · englisch: Spider Steak · französisch: Araignée

Wo es sitzt
Ein kleines Stück auf dem Schlossknochen in der Keule, schwer herauszulösen. Es gibt nur zwei davon pro Rind.
Woher der Name
Von der Form. Die netzartige Marmorierung bringt ihm im Englischen den Namen Spider Steak ein.
Wie es ist
200 bis 300 Gramm, handtellergroß, sehr aromatisch. Im Biss fester als ein Steak aus Rücken oder Hüfte – das gehört dazu.
Gut zu wissen
Das Österreichische Lebensmittelbuch führt die Fledermaus beim Siedefleisch. Als Kurzbratstück ist sie eine jüngere Entdeckung.
Pfanne oder Grill
Hier gehen die Fachleute auseinander: kurz scharf anbraten und dann schonend bei niedriger Temperatur fertig ziehen, oder vorher sous vide. Beides führt zum Ziel.
Garstufe
Medium rare, 54 Grad. Höchstens medium.
Ruhen
Fünf bis zehn Minuten.
Aufschneiden
Quer zur Faser.

Der häufigste FehlerMit der Faser schneiden oder zu stark durchgaren. Beides macht das Stück zäh.

Tomahawk

Rib-Eye mit langem, freigelegtem Rippenknochen · bei uns dry aged

Wo es sitzt
Die Hochrippe, mit dem ganzen Rippenknochen daran. Der lange Griff gab ihm den Namen.
Beim Kauf
Vier bis sechs Zentimeter dick, 800 bis 1200 Gramm – das reicht für zwei.
Vorher messen
Der Knochen macht das Stück lang. Messen Sie Pfanne und Backrohr aus, bevor Sie einkaufen. Das freie Knochenende in Alufolie wickeln.
Die Methode
Rückwärts garen: erst bei 100 bis 120 Grad im Rohr oder in der indirekten Zone, bis der Kern etwa 48 bis 50 Grad hat – je nach Dicke 40 bis 70 Minuten. Dann 60 bis 90 Sekunden pro Seite bei über 280 Grad scharf angrillen, den Fettrand nicht vergessen.
Der Fühler
Seitlich in die Mitte, nicht an den Knochen. Am Knochen misst er falsch.
Garstufe
Medium rare, 54 bis 57 Grad nach dem Ruhen.
Ruhen
Acht bis zehn Minuten.

Der häufigste FehlerEs nur in der Pfanne braten. Bei fünf Zentimetern ist außen alles durch, bevor der Kern warm wird – der graue Rand wird über einen Zentimeter dick.

T-Bone und Porterhouse

Zwei Stücke in einem: Beiried und Filet, getrennt vom T-Knochen

Der Unterschied
Nur der Filetanteil. Beim Porterhouse ist das Filet an der breitesten Stelle mindestens gut drei Zentimeter, beim T-Bone mindestens eineinhalb. Fehlt das Filet ganz, heißt das Stück Clubsteak.
Beim Kauf
Ab drei bis vier Zentimetern. Porterhouse oft fünf und mehr.
Die Methode
Zu dick für die Pfanne allein: anbraten und im Rohr oder indirekt fertig ziehen, oder gleich rückwärts garen.
Der entscheidende Griff
Die Filetseite von der Hitze weg legen, die Beiried-Seite zur Hitze. Das Filet ist mager und wird schneller gar. Ein alter Trick: beim Anbraten eine fünf Millimeter dicke Kartoffelscheibe unter das Filetstück schieben.
Garstufe
Medium rare bis medium, etwa 56 Grad. Das Filet eher weniger als den Streifen.
Ruhen
Fünf bis zehn Minuten.
Aufschneiden
Beide Stränge vom Knochen lösen, dann quer zur Faser tranchieren.

Der häufigste FehlerDas Filet übergaren. Es ist mager, wird schneller fertig, und der Knochen bremst das Garen daneben zusätzlich ab.

Chucksteak

Nackensteak · auch Chuck Eye

Wo es sitzt
Der Nacken, zwischen Hals und Hoher Rippe. Gröber und fester als ein Rückensteak, dafür stark marmoriert und saftig.
Gut zu wissen
Im englischen Sprachraum meint „chuck steak“ oft ein Schmorstück. Bei uns liegt es bei den Rückenstücken – fragen Sie an der Theke, wenn Sie unsicher sind, welchen Schnitt Sie vor sich haben.
Beim Kauf
Gut gereift und deutlich marmoriert. Bei diesem Stück macht die Reifung den Unterschied.
Pfanne oder Grill
Etwa zwei Minuten pro Seite bei über 300 Grad, danach rund zehn Minuten indirekt bei etwa 130 Grad. Rückwärts garen geht auch.
Garstufe
Medium rare bis medium, 54 bis 58 Grad. Nicht darüber.
Ruhen
Fünf Minuten.
Aufschneiden
Quer zur Faser.

Der häufigste FehlerEs wie ein Filet erwarten. Es ist ein Nackenstück – kräftig und saftig, aber nicht butterzart. Wer es stärker durchgart, macht es nur fester.

Clubsteak und Prime Steak

Zwei Namen, über die sich die Quellen nicht einig sind

Clubsteak
Die Fachwelt meint damit Verschiedenes: die einen den T-Bone-Schnitt ohne Filetanteil, die anderen ein Rumpsteak mit Knochen. Beides ist belegt.
Hochrippensteak
Ein Steak aus der Hochrippe mit Knochen – also im Kern dasselbe Stück wie das Rib-Eye, nur am Knochen. Je nach Zuschnitt heißt es auch Rinderkotelett, Côte de Bœuf oder Tomahawk.
Prime Steak
Üblicherweise das Rib-Eye mit Knochen. Als Prime Rib ist damit auch ein ganzer Rippenbraten gemeint.
Was das für Sie heißt
Fragen Sie bei uns an der Theke, welches Stück Sie gerade vor sich haben. Wir zeigen es Ihnen – dann wissen Sie auch, wie Sie es braten.
Zubereitung
Nach dem Stück richten, nicht nach dem Namen: wie Rib-Eye oder wie Rumpsteak. Dick geschnittene Knochenstücke anbraten und indirekt fertig ziehen.
Der Fühler
Nie am Knochen messen. Dort ist es immer kälter als im Fleisch.

Der häufigste FehlerNach dem Namen kochen statt nach dem Stück. Bei diesen Bezeichnungen führt das zuverlässig in die Irre.

Ohne Garstufe

Was Zeit braucht,statt Hitze

Bei diesen Stücken gibt es keine Garstufe, nur „bis weich“. Das Bindegewebe wird erst spät zu Gelatine – durchgegart heißt hier noch lange nicht zart.

Short Ribs

Österreichisch: Beinfleisch, Platte · mit Rippenknochen

Wo es sitzt
Die Rippen mit viel Fleisch dazwischen, stark durchwachsen.
Wie lange
Sieben bis acht Stunden indirekt bei 100 bis 130 Grad, bis zu einer Kerntemperatur von 90 bis 95 Grad.
Die Probe
Ein Spieß muss ohne Widerstand hineingleiten. Darauf kommt es an, nicht auf die Uhr.
Vorher
Die Silberhaut auf der Knochenseite entfernen.

Der häufigste FehlerBei 70 Grad aufhören. Da ist das Fleisch zwar gar, aber noch zäh – das Bindegewebe wird erst viel später weich.

Beef Hammer

Die ganze Wade am Röhrenknochen

Was es ist
Eine Beinscheibe am Stück – die hintere Wade mit dem langen Knochen, bis zu dreißig Zentimeter.
Wie lange
Schmoren bei 140 bis 150 Grad: viereinhalb bis sechs Stunden. Wer länger Zeit hat, geht auf 110 bis 120 Grad und acht Stunden und mehr.
Die Probe
Fertig, wenn ein Fühler fast ohne Widerstand hineingeht.

Der häufigste FehlerZu heiß schmoren. Das Fleisch wird dann außen trocken, bevor das Bindegewebe innen weich ist.

Spare Ribs vom Rind

Deutlich kräftiger als die vom Schwein

Wie lange
Im Backrohr bei etwa 140 Grad, dreieinhalb bis vier Stunden, bis der Kern 90 bis 95 Grad hat.
Gut zu wissen
Beim Rind ist die Bezeichnung unscharf – je nach Betrieb sind andere Rippen gemeint. Fragen Sie bei uns nach, welcher Schnitt es ist.
Die Probe
Das Fleisch soll sich vom Knochen lösen lassen, ohne zu zerfallen.

Der häufigste FehlerSie wie Schweinsrippchen behandeln. Rinderrippen brauchen länger und vertragen mehr Hitze von innen.

Kommen Sie vorbei

Fragen Sie unsan der Theke

Jede Anleitung im Netz ist allgemein. Ihr Stück liegt bei uns in der Vitrine – sagen Sie uns, was Sie vorhaben, und wir schneiden es entsprechend. Drei Zentimeter für die Pfanne, vier für den Grill, fünf für den Reverse Sear.